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Die Raumerweiterungshalle des Vereins Selbstuniversität
e.V. ist ein selbstorganisierter Raum für nichtkommerzielle,
queer-feministische und emanzipatorisch linke Projekte und Veranstaltungen
wie zum Beispiel Ausstellungen, Filmabende, Arbeitstreffen, Diskussionen
und Workshops. mehr siehe unten RaumErweiterungsHalle (R.E.H.) The R.E.H. (spatial-extension-container) of the association Selbstuniversität e.V. is a self-organized space for non-commercial, queer- feminist and emancipatory-left projects and events, such as exhibitions, film evenings, workshops, colloquia and discussions. It is about collectively opening up a space for emancipatory and critical projects and accompanying them with an infrastructure. What is important to us in this is a possible multiplicity of events or arrangements and modes of practice. Read more below:
More Information and contact: selbstuniversitaet AT gmail DOT com
mehr: (scroll down for english version) SpatialExtension. RaumErweiterungsHalle. 2003 entwickelten sich während des Student_innenstreiks in Berlin und überregional Zusammenschlüsse und Diskussionsrunden zur Kritik an einem Bildungsprogramm, welches zunehmend zu elitären Privilegien zurückkehrte und Konkurrenzdruck als treibende Kraft installierte. Für uns ergab sich daraus eine Art Eigendynamik: Diese Neuformierungen, aber auch die Erfahrungen des Streiks, inspirierten uns, über Bildung, Organisation, Identität neu nachzudenken. Welches sind unsere
Subjektivierungsverhältnisse in diesem Feld, differenzierenden
Bedürfnisse und kollekivierbare Vorstellungen und Wünsche
für andere Wirklichkeiten? Überdies sind wir der Frage nachgegangen,
wie entlang dieses Bruchs zwischen eigenem Begehren und gesellschaftlicher
Realität die unegalitäre Organisation der Gesellschaft in
einem weiteren Betrachtungsfeld manifest wird. Schon die Praxis dieser
Erkundung hat sich davon unterschieden, wie sich die akademische Lehre
strukturiert.
Von einigen Berliner Künstler_Innen von der Ostsee nach Berlin gebracht, hat sich ihr Standort seitdem bereits mehrere Male geändert: bis 2007 stand sie auf dem ehemaligen Mauerstreifen in Berlin Mitte/Wedding, dann auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei in Neukölln und nun, seit 2009, in der Nachbarschaft zu About_Blank am Ostkreuz. Die Architektur der Halle kann an verschiedene Beanspruchungen angepasst werden. In einem Sommercamp 2003 der IUIF schoben wir die Halle fast ganz zusammen, so daß ein kleiner abschließbarer Bereich entstand und öffneten so die gesammte Innenfläche nach außen als dancefloor/bühne. Meistens benutzen wir sie jedoch voll ausgezogen, für einen euromayday workshop, die Freie Klasse Berlin Austellung ,,die Sonne“, eine Serie von kollaborativen Zeichenworkshops, Performanceworkshops und für Filmabende. Bisher erarbeitete der AK linker Feminismus 3 feministische Filmreihen, es gibt eine Reihe in welcher junge Filme- und Videomach_erinnen ihre Arbeiten vorstellen, und es finden gelegentlich interdisziplinäre Kolloquien zu aktuellen zeitgenossenschaftlichen und politischen Wissensbereichen statt, die stillschweigend von der universitären Wirklichkeit ignoriert werden und nur selbstorganisiert Räume findet oder/und die Strukturierung eines eigenen Erfahrungsraums benötigt. Auch unsere Organisationsgruppe verändert und verschiebt sich mit den verschiedenen kollaborativen Produktionen und Herausforderungen der Infrastruktur. Grundsätzlich ist diese Struktur der R.E.H. so offen wie möglich für emanzipatorische und kritische Projekte und möchte diese mit ihrer Infrastruktur in einem nicht-identitären Raum begleiten. In diesem Raum ist es uns wichtig ein Sensorium aufzubauen, um Hierarchien (Klasse, Sexualität, race, Herkunft, gender) zu konfrontieren und deren Unverfügbarkeit herauszufordern. Momentan sind wir
ca. 10-15 Organisat_orinnen, welche Workshops, in/formelle Kolloquien,
Ausstellungen, Konzerte und Performances veranstalten und unsere Arbeitsstrukturen
dafür selbst gestalten. Dabei vermischen sich unsere unter-schiedlichen
Herangehensweisen und Ideen. Wir dealen auch mit den Alltäglichkeiten, jedoch gleichzeitig auch mit den Bedingungen und Subjektivierungsverhältnissen in unseren Existenzen. Diese Auseinandersetzungen sickern auch in unsere gemeinsame Arbeit und bestimmen dort die Ausgangspunkte neuer Produktionen mit oder erweitern Formen der Mitwirkung und Organisation, wobei es uns wichtig ist, die individuellen Räume wahrzunehmen, die eigenen Kapazitäten zu kommunizieren als auch die Möglichkeit des Scheiterns mit einzubeziehen. Die Organisation
fusst vor allem auf informellen Beziehungen, welche in der Raumerweiterungshallengeschichte
gewachsen sind. Kontinuierlich gibt es Koordinierungstreffen, bei
welchen infrastrukturelle Organisation, Programmplanung und Formen
der Kollaborationen besprochen werden und es möglich ist, objektiv
miteinander zu arbeiten. Die Halle ist eine ziemlich vielschichtige
Raumstruktur, dabei geht es um die Halle als ‚hardware’,
also als materielle Struktur des Containers und wie die Benutzung
geht und um den Geräte pool und Reparaturen aller art, sowie
um die Halle als sozialen Raum, der bestimmte Sensibilitäten
und Verbindlichkeiten erfordert. Selbst wir, die die Halle gut kennen,
haben nicht immer alles Wissen. Dieser Organisierungsversuch, der mitunter auch in ein desorganisiertes Wirrwarr umkippen kann, hat sich als der Versuch herausgestellt, einen Raum zu erzeugen, der nicht den gewohnten Bedingungen unterworfen ist, einen Raum, in dem wir (und andere) beginnen können, anders zu fühlen, zu sprechen und zu handeln. Unsere gemeinsame Intention dabei ist es, einen nicht-identitären Raum herzustellen, in dem wir ein egalitäres Sensorium entwickeln, kontingente Hierarchien ihrer Selbstverständlichkeit entkleiden und Tätigkeiten aufteilen können. Was dies, auch für die Gruppe, bedeutet, ist eine große Bereitschaft, verschiedene Wahrnehmungen zu vermitteln.
SpatialExtension. RaumErweiterungsHalle. In
late 2003 student strikes in Berlin as in the rest of Germany developed
a little momentum. Important to us? was the critique of an educational
system that was increasingly returning to elitist prerogatives and
being attuned to economic competition. This experience inspired us
to think about Bildung (education) anew. Now that the Uni system was
headed downhill, what actually were our own At that time a Berlin based group of artists wanted to pass on a GDR?? telescopic container, a spatial-extension-container. Soon we had the RaumErweiterungsHalle (R.E.H.), an actual space in which to develop and negotiate our collective wishes and productions. Once at the Baltic Sea, it has been on different locations throughout Berlin and was transported in 2007 by us from the vacant wall-strip on the edge of Berlin-Mitte to Berlin-Neukölln and recently to the neighborhood with About_blank in Berlin-Friedrichshain, always after being for a varied span of time at a place and its interactions. The architecture of the R.E.H. can change to meet different demands. For an early summer-camp of the Informal University in Foundation, we shifted the front element to the back creating a little lockable space and completely opening one side. For most events the space is fully extended, while often in summer, like for example during a week of events leading up to a Euro Mayday, an exhibition of the Freie Klasse, a series of drawing workshops and performative workshops or some film nights we sprawl outside it. Also the AK linker Feminismus presented 3 film compilations, there is a series of video- and film evenings where young cultural producers are presenting their work and occasionally there are interdisciplinary colloquia extending and filling the space preferably in the summer times. This last winter in turn it shrunk to about half its' size.
*We* are working, placing, challenging and transforming our knowledge and abilities; our malle_ability, vulner_ability, lov_ability, vari_ability, and dur_ability to enumerate but a few. That
at the same time we are all dealing with other issues in our everyday
lives often sets the limits to what each is able and willing to contribute
to the content and infrastructure of the project. These conditions
also trickle in our work changing the usual direction of the cycle.
We are learning to communicate what we want, what we can do and what
support we need and we are seeing how that comes together (or doesn’t)
at any given moment. Each singular production is also always defined
by who plays a part and how much.
This organizing attempt, which sometimes tips into a clutter of disorganization, has been an attempt to create a space not subject to the usual conditions, a space in which we (and others) can start to feel, talk and act differently. Our shared intention is the building of a not identity-based space in which we can create an egalitarian sensorium, confront hierarchies and expose their contingency, communicate capacities and share work. What that means, also for our group, is a lot of willingness for the negotiation of varying perceptions. R.E.H.-Gruppe |
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Die Raumerweiterungshalle ist der Vereinsraum von Selbstuniversität e.V., Zutritt zu den Vereinsräumen nur für Mitglieder und alle, die es werden wollen. |